Konstruktivpersönlichkeit – Ein Modellentwurf

Wir alle haben längst erkannt, dass wir Schmiede unseres eigenen Glückes sind. Und in der Tat: Für alles was wir tun zeichnen wir selbst verantwortlich. Das ist das historisch entwickelte und verbriefte Grundrecht eines jeden von uns: „Individuelle Selbstentfaltung in Eigenverantwortung“. Sie ist ein Kind der Aufklärung und wird in der Postmoderne von annähernd allen Institutionen anerkannt (selbstverständlich wissen wir, dass bestimmte staatliche Institutionen diese Grundrechte auf Selbstentfaltung und Selbstverantwortung des Individuums dort beschneiden, wo die Hoheitsinteressen des Staates berührt werden. Auf der anderen Seite wissen wir auch, dass es genügend Menschen gibt, die aus Eigennutz, Habgier, Machtinteressen, Missgunst, Ignoranz und Arroganz die Grundrechte der Entfaltung des Individuums in Selbstverantwortung gezielt unterdrücken). Selbst wenn es auch einige Wenige noch nicht wahr haben wollen und alle Schuld ihrer Lage gerne auf andere Menschen zu schieben pflegen – die Zielrichtung unseres eigenen Lebens geben wir durch unsere Wünsche, durch unsere Bestrebungen, durch unser Denken und unser eigenes Handeln selbst vor. Niemand kann für uns leben. Das muss jeder selbst tun. Und so kommt es, dass jeder Mensch sein ureigenes Bewusstsein über sich selbst, über die Welt und folgerichtig einen Anspruch auf eigenverantwortliches Denken und Handeln hat.

Wir gehen in unserer Betrachtungsweise zur „Selbstentfaltung des Individuums in Eigenverantwortung“ davon aus, dass sich niemand gerne in seine Entscheidungen hereinreden lässt. Am wenigsten aus autoritärem Anlass heraus, ungern aus nicht nachvollziehbaren Gründen, allerhöchstens aus Überzeugung und am ehesten nach der Aneignung eigener Erkenntnisse. Erst wenn der Mensch etwas als für sich notwendig erachtet, also eine Erkenntnis über eine Notwendigkeit erlangt, dann wird er seine Motivation und Energie darauf richten, das Ziel der Umsetzung dieser Notwendigkeit zu erreichen.

*

Aufgrund der historischen Entwicklung des Menschen vom gotteshörigen Wesen hin zu einem eigenverantwortlichen Individuum eröffnet uns die Erkenntnis, dass jeder Mensch ein Konstrukteur seiner eigenen Wirklichkeit ist.

*

Was ist denn „Die Kunst ein Konstrukteur zu sein“? Ist ein Konstrukteur nicht jemand, der Brücken baut oder eine Maschine erfindet? Ein Architekt, ein Maschinenbauer oder ein Erfinder gar? Und Kunst? Das ist doch eher etwas für Schriftsteller, Musiker oder Maler.

Also, was ist nun Kunst? Was ist ein Konstrukteur? Und was hat beides miteinander zu tun?

Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, welches durch einen kreativen Prozess (Kreativität: Wir verstehen unter Kreativität die Fähigkeit schöpferischen Denkens und Handelns. Das Schöpferische bezieht seine Informationen aus der Gehirnleistung des Menschen, Sinnbezüge (z.B. Ursache-Wirkung: Wenn-Dann) per Assoziation (freies Denken und Fühlen) oder Inspiration (Ideenreichtum) herzustellen und diese anschließend in Handlung umzusetzen). Mittels Bewusstsein, Wissen, Vorstellung, Intuition, Wahrnehmung, Können und Übung erschaffen wurde: Nämlich das Kunstwerk. Mit anderen Worten: Der Künstler ist in der Lage, die Dinge in einem Denkprozess von mehreren Seiten her zu betrachten, das Wesen der Dinge zu erkennen und dessen Ergebnisse in sein Handeln umzusetzen.

Kunst ist demnach die Fähigkeit, ein Erkenntnisprozess einzuleiten.

Nun, da wären wir auch schon beim Konstrukteur angelangt: Der Konstrukteur wie wir ihn allgemeinhin kennen ist jemand der Ideen, Überlegungen, Prinzipien, Berechnungen und Verfahren entwickelt, welche die Herstellung und die Funktion eines Produkts ermöglicht.

Der Konstrukteur ist also ein Handelnder.

Bei der „Kunst ein Konstrukteur zu sein“ handelt es sich also um einen Prozess Erkenntnisse direkt in Handlungen umzusetzen. Und das verantwortliche Bindeglied zwischen Erkenntnis und Handlung ist das ICH.

*

Entwicklung

Die Menschheit steht an der Schwelle zu einem neuen Selbstverständnis. Intuitiv kann es bereits jeder spüren. Nach den destruktiven Erfahrungen aus der Geschichte der Menschheit suchen die Menschen nach neuen und sinnstiftenden Antworten auf die Frage nach seiner Stellung im Universum und auf dem Planeten Erde. Es sind die universellen Fragen, die uns alle und dabei jeden einzelnen von uns brennend interessieren:

  • Woher kommen wir?
  • Wer sind wir?
  • Wohin gehen wir?

*

Was ist Konstruktion? – Konstruktionsrealitäten

Konstruktivismus ist ein Begriff, der in verschiedenen Disziplinen verwendet wird.

In der Regel ist dieser Begriff mit der Ansicht verknüpft, dass Wissen, Erkenntnisse, Zusammenhänge, Ideen und andere Inhalte vom Menschen konstruiert sind, also nicht naturgegeben sind:

Konstruktives Denken bezieht sich auf die spirituelle Sichtweise des Konstruktivismus. Wir richten unsere Betrachtung des Konstruktivismus auf die Disziplin des Spiritualismus

Wenn wir an eine Konstruktion denken, dann fällt uns gewiss das Atomium in Brüssel ein, oder die Golden Gate Bridge in San Francisco oder wir vermuten irgendein spektakuläres Gebilde hinter diesem Begriff. Und natürlich verbirgt sich dahinter auch ein Konstrukteur, das ist dann in unserer Vorstellung zum Beispiel ein Ingenieur, der eine Brücke konstruiert oder einen Architekten, der ein Haus entwirft. Beide sind technische Konstrukteure. Dies ist eine Unterspielart der Wirklichkeitskonstruktion.

Wenn wir uns einen Gegenstand anschauen, dann sehen wir seine Konstruktion: Meist die Art der Formgebung, die Farben und die Funktion. Wir sehen allerdings selten die Konstruktionsvorgänge hinter dem Gegenstand, also diejenigen Vorgänge, die es erst möglich gemacht haben, diesen Gegenstand herzustellen.

Machen wir uns diesen Gedanken einmal an einem konkreten Beispiel deutlich: Stellen Sie sich eine Kaffeetasse aus Ton vor. Von der Konstruktion her ist sie ein dreidimensionaler Gegenstand. Sie weist eine runde, trapezartige Form auf, die innen hohl, unten geschlossen und nach oben hin offen ist. Funktional ist sie so konstruiert, dass man sie mit flüssigen Stoffen wie Kaffee oder kleinen festen Gegenständen wie beispielsweise Nüsse befüllen kann. Diese Konstruktion ist uns allen bekannt. Doch wie sieht es um die Konstruktion ihrer Herstellung aus? Wissen wir darum Bescheid? Meistens nicht, weil diese Kenntnisse für die Nutzung weiter nicht von Bedeutung sind. Aber wen die Trasse einmal kaputt gehen sollte und das Service nicht mehr hergestellt wird, dann fragen wir uns nach der Quelle, nach der Herkunft dieser Tasse, weil wir sie ja wieder haben wollen. Also denken wir an die Firma, die die Tasse einstmals vertrieben hat. Dann rückt die Firma ins Bewusstsein, die die Tasse einmal gefertigt hat. Sollte die Tasse nicht mehr vertrieben oder hergestellt werden, dann erinnern wir uns an die Zulieferfirmen, vielleicht haben die ja noch eine Idee, wer die Tasse noch hergestellt haben könnte oder wer sie inzwischen vertreibt. Sie sehen, plötzlich bekommt die Tasse einen Konstruktionsverlauf. Also schauen wir uns einmal an, wer alles mit seiner Wirklichkeit an der Konstruktionsrealität, also an der Erstellung dieser einen Tontasse beschäftigt war (Konstruktionsnetz):

Wirklichkeit 1: Am Anfang gab es einen Designer, der sich diese Tasse vorstellte. Hierzu benötigte er ein Atelier in einem Haus, Zeichenstifte und dessen Verpackung, Papier, PC, ein Telefon, den nötigen Strom, sein Auto, seine Zeichentasche, Essen, Trinken, Wasser, Mobiliar und so weiter. Alles Dinge, die von anderen Menschen zuvor geschaffen wurden und logistisch zu dem Dsigner gebracht werden mussten, nur damit der Designer, der ja versorgt sein musste, eine Tasse von seiner Vorstellung auf ein Blatt Papier zu bringen. Anschließend musste diese Idee an andere Menschen weitergetragen werden. Allein die Umsetzung der Idee hatte zur Folge, dass ein Heer von Menschen dafür sorge trugen, diesen Konstruktionsprozess anzuleiern und anschließend sich weiter entwickeln zu lassen.

Wirklichkeit 2: Am Anfang wurde von einem Archäologen der Fleck Erde entdeckt, in dem sich der Ton befindet. Zu diesem Zweck benötigte der Archäologe bestimmte Instrumente, um diesen Fleck Erde zu entdecken.

Wirklichkeit 3: Am Anfang wurde der Ton von einem Arbeiter aus der Erde gehoben. Hierzu benötigte dieser Arbeiter Werkzeuge, die wiederum von anderen Menschen hergestellt wurden.

*

Anwendung

Ausgangslage

Sie sind der Auffassung, dass man gegen das Schicksal nichts machen kann?

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Ihr Schicksal auf das Wetter schieben? Glauben Sie auch daran, dass Ihr Chef für Ihre Launen verantwortlich sei? Störten Sie sich daran, dass Ihr Nachbar anders ist als Sie? Meinen Sie etwa, alles Schlechte träfe immer nur Sie? Schimpfen Sie auch ständig auf Gott und die Welt, weil es nicht so läuft wie Sie es gerne hätten? Ändert sich vermeintlich nichts in Ihrem Leben zum Guten?

Idealvorstellung

Jeder Mensch strebt nach Selbstbestimmung, Bildung, Gesundheit, Harmonie, Glück, Liebe, Reichtum, Erfolg und Anerkennung. Die Energien dieser Bestrebungen sind bereits durch Gott in Ihnen angelegt und müssen nur noch positiv aktiviert werden. Die geistige Vorstellung dessen was Sie wollen tritt allein Kraft Ihrer Gedanken in materielle Erscheinung. Denken Sie positiv, so handeln und leben Sie auch positiv!

Veränderungsprozess

Der Mensch ist grundsätzlich zu jeder Veränderungsleistung in der Lage. Alte, selbst jahrzehntelange, Verhaltensmuster können jederzeit durch Denkprozesse in neue Verhaltensmuster verwandelt werden! Das menschliche Gehirn wurde von Gott für solche Veränderungsprozesse geschaffen. Legen Sie Ihr negatives Denken ab. Schaffen Sie per Affirmationen und Autosuggestion geistige und körperliche Gesundheit.

Der Konstruktivismus in lernpsychologischer Hinsicht postuliert, dass menschliches Erleben und Lernen Konstruktionsprozessen unterworfen ist, die durch sinnesphysiologische, neuronale, kognitive und soziale Prozesse beeinflusst werden. Seine Kernthese besagt, dass Lernende im Lernprozess eine individuelle Repräsentation[1] der Welt schaffen. Was jemand unter bestimmten Bedingungen lernt, hängt somit stark, jedoch nicht ausschließlich, von dem oder der Lernenden selbst und seinen/ihren Erfahrungen ab.

——————————————–

Notice:

[1] Ein mentales Modell ist die Repräsentation eines Gegenstandes oder eines Prozesses im Bewusstsein eines Lebewesens. Da die in der Welt vorhandenen Informationen bereits von den Sinnesorganen und auch vom Gehirn massiv gefiltert und verändert werden, ist ein mentales Modell immer nur ein Ausschnitt, ein „verkleinertes“ Abbild eines Teils der Wirklichkeit. Dennoch bleiben bei „guten“ mentalen Modellen die relevanten Aspekte der Wirklichkeit erhalten, insbesondere ihre Struktur, dann handelt es sich um Homomorphismen (Abbildungen).

——————————————-

Erklärung:

Wir unterscheiden zwischen Realität und Wirklichkeit. Realität ist das was uns umgibt, die Wirklichkeit ist das was wir selektiv von der Realität wahrnehmen.

Der Begriff „Wirklichkeit“ (in Echt) erklärt im Unterschied zum Begriff Realität reale Dinge als Dinge, die eine Wirkung haben oder ausüben können. Insofern sind auch subjektive innere, z. B. emotionale Zustände der Wirklichkeit zugehörig, da auch sie Wirkung zeigen (Stichwort Psychosomatik). Dies kommt etwa in der Definition des Gestaltpsychologen Kurt Lewin (ebenso auch bei C. G. Jung) zum Ausdruck: „Wirklich ist, was wirkt.“ Diese erweiterte Verwendung des Begriffs findet man vor allem in der Psychologie und in der Kommunikationsforschung, während er in den Naturwissenschaften oft noch abgelehnt wird, weil er zu Missverständnissen führen könnte.

Als Realität (lat. realitas, von res „Ding“) oder Wirklichkeit wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gesamtheit des Realen bezeichnet. Real ist dabei das, was auch außerhalb des Denkens existiert, d.h. unabhängig vom nur Gedacht-Sein: Inhalte von Vorstellungen, Gefühlen, Wünschen, Wahrnehmungen u.ä. gelten im Alltagsverständnis zunächst einmal als nicht der Realität zugehörig.

*

Bei der Konstruktion der individuellen Wirklichkeit spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Körperliche Disposition (Beschaffenheit)
  • Bewusstsein
  • Einstellungen
  • Soziales Umfeld
  • Wahrnehmung
  • Sprache
  •  

Fragen des Konstruktivismus:

  • Wodurch/durch welchen Prozess wird Meinung gebildet?
  • Wodurch entsteht Einstellung?
  • Wie nehmen Sie bevorzugt wahr (sehen, hören, lesen?)

*

Idee zur Begründung eines KONSTRUKTIVEN EGOTHEISMUS:

Der Konstruktive Egotheismus (Ego = ich; Theos= Gott: Glaube an sich selbst = Ich bin in Gott und Gott ist in mir), in Abgrenzung zur Selbstvergötterung, ist Ausdruck eines Glaubens daran, dass der schöpferische Gott und das gestaltende Individuum in konstruktiver Wechselwirkung zueinanderstehen. Der Mensch ist einerseits in eine von Gott geschaffene Umwelt eingebettet und ist gleichzeitig selbst schöpferisches Wesen seiner Umwelt.

*

In Abgrenzung zum ethisch verwerflichen Egoismus, der den anderen Individuen weniger Wert und Rechte beimisst als sich selbst, bestärkt der Egotheismus den ethisch positiven Egoismus darin, die individuellen Anlagen und Fähigkeiten zur größtmöglichen Entfaltung zu bringen, und ergänzt diesen um den Faktor der Selbstverwirklichung des Menschen im sozialen Netzwerk nach Gottes schöpferischen Ansatz: Der Mensch erkennt den Sinn seines Daseins in der konstruktiven Wechselwirkung mit seinem Selbstbewusstsein, seiner Umwelt, mit den Mitmenschen, mit der Natur, mit seinen Schöpfungen und mit Gott, der in allem wirkt.

Was ist eine Konstruktive Persönlichkeit?

Das Konstruktions-Verfahren zur Bildung einer Konstruktiven Persönlichkeit:

Nach der Theorie des philosophischen Konstruktivismus erhält der Mensch seine Erkenntnis über sich und die Welt durch den interaktiven und kommunikativen Gestaltungsprozess zwischen der individuellen, subjektiven Wirklichkeit und der vorgegebenen, objektiven Realität. Des Menschen Realität ergibt sich somit aus der Schöpfung seiner inneren und äußeren Wirklichkeit. Das Ergebnis dieses Prozesses bildet sich in den Merkmalen der hieraus entstandenen Konstruktiven Persönlichkeit ab.

Erkenntnistheoretisch lässt sich also die konstruktive Persönlichkeit in fünf Konstruktionstypen abbilden:

  • Inter-Konstruktive Persönlichkeit
    -> Maximale Subjekt- und Objekterkenntnis
  • Intra-Konstruktive Persönlichkeit
    -> Maximale Subjekt- und minimale Objekterkenntnis oder
    -> Maximale Subjekt- und egalitäre Objekterkenntnis oder
    -> Egalitäre Subjekt- und minimale Objekterkenntnis
  • Extra-Konstruktive Persönlichkeit
    -> Minimale Subjekt- und maximale Objekterkenntnis oder
    -> Minimale Subjekt- und egalitäre Objekterkenntnis oder
    -> Egalitäre Subjekt- und maximale Objekterkenntnis
  • De-Konstruktive Persönlichkeit
    -> Minimale Subjekt- und Objekterkenntnis
  • A-Konstruktive Persönlichkeit
    >- Egalitäre Subjekt- und Objekterkenntnis
  • Co-Konstruktive Persönlichkeit
    -> Menschen mit eingeschränkter Verantwortung wie Kinder

Konstruktions-Abbild:

Die Ermittlung und Beurteilung einer Konstruktiven Persönlichkeit erfolgt dabei auf der Analyse festgelegter subjektiver und objektiver Konstruktionselemente:

Subjektbezogene Konstruktionselemente:

  • Körper
  • Geist
  • Seele
  • Identität
  • Sozialität
  • Verstand
  • Sinne
  • Gefühle
  • Intuition
  • Glauben
  • Können
  • Handeln
  • Moral
  • Liebe

Objektbezogene Konstruktionselemente

  • Leben
  • Menschen
  • Beziehungen
  • Tiere
  • Natur/Umwelt
  • Ernährung
  • Wohnen
  • Gesundheit
  • Dinge
  • Vorgänge
  • Gesetze
  • Organisationen
  • Gesellschaft
  • Staat

Anhand der Summe der Erkenntnisse (Wissen, Erfahrungen, Bewusstsein, Einstellungen) über die einzelnen subjektiven und objektiven Konstruktionselemente lässt sich das Konstruktions-Abbild einer Konstruktiven Persönlichkeit arithmetisch ermitteln und konstruktivistisch beurteilen. Eine Konstruktive Persönlichkeit vereint dabei unterschiedlich ausgeprägte Elemente in sich, sowohl in der Quantität als auch in den Qualitäten, so dass es nicht den Konstruktiven-Charakter gibt. Somit ist sichergestellt, dass jeder Mensch seine einzigartige und unverwechselbare Konstruktive Persönlichkeit ausbildet.

Die Problemstellung einer Konstruktiven Persönlichkeit ergibt sich aus deren Unzufriedenheit über dessen innere und äußere Lebensumstände (Lebenskonstrukte) sowie durch ihren Willen, ihre Konstruktive Persönlichkeit zu entwickeln und zu bilden.

Ein Konstruktions-Verfahrensetzt bei den charakterprägenden Konstruktionselementen an und schult Menschen in der bewussten Wahrnehmung dieser. In Folge werden Menschen in diesem Verfahren im konstruktiven Umgang mit diesen persönlichkeitsrelevanten Konstruktionselementen trainiert und reflektieren die Wirkung ihrer Konstruktiven Persönlichkeit auf sich selbst und auf die Umwelt.

Das Konstruktions-Verfahren hat zum Ziel, die individuelle Persönlichkeit unserer Kunden systematisch in einem Schrittmodus zu fördern.

  1. Konstruktions-Informationen (z.B. Theorievermittlung)
  2. Konstruktions-Darstellung (z.B. Selbstbild)
  3. Konstruktions-Analyse (z.B. Deutung der Erkenntnisgewinnung)
  4. Konstruktions-Reflexion (z.B. Einschätzung der Persönlichkeitswirkungen)
  5. Konstruktions-Ziel (z.B. Wunschvorstellungen)
  6. Konstruktions-Strategie (z.B. Planung eines Entwicklungsweges)
  7. Konstruktions-Training (z.B. Steuern neuer Erkenntnisprozesse)
  8. Konstruktions-Evaluation (z.B. Überprüfen der Lernergebnisse)

Am Ende des Konstruktions-Verfahrens ist der Mensch in der Lage, seine eigenen Erkenntnisprozesse bewusst zu steuern und für Prozesse in Verantwortungspositionen gezielt abzurufen und einzusetzen.

*

(Fragmentarischer Persönlichkeitstheoretischer Entwurf)


(C) 2011 by Ralf-Peter Nungäßer